„Verbotene“ Methoden zur Suchmaschinenoptimierung
Mit „Black Hat“ Techniken ganz nach oben?
Seitdem es das Internet gibt und der Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Internetseiten, Onlineshops, Weblogs etc. immer größer wird, versuchen Webmaster und Suchmaschinenoptimierer, auch unsaubere Methoden, Tipps und Tricks anzuwenden, um ihre Seiten möglichst schnell nach vorne zu bringen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass diese Methoden in der Regel nicht wirklich verboten sind, sondern lediglich nicht den Regularien der Suchmaschine entsprechen. Rechtlich gesehen kann Ihnen dabei also meist nichts passieren. Bekommt jedoch die Suchmaschine mit, dass Sie solche Methoden anwenden, wird Ihre Webseite in der Regel komplett aus dem Index verbannt. Ob sie jemals wieder aufgenommen werden wird, bleibt dabei fraglich. Für eine dauerhafte und nachhaltige Suchmaschinenoptimierung sind solche Methoden also in der Regel nicht geeignet. Dennoch wenden viele Suchmaschinenoptimierer Sie an, um zumindest kurzfristige Erfolge zu erzielen.
Versteckte Textinhalte
Eine insbesondere in den Anfangszeiten das Internet gern genutzte Methode der verbotenen Suchmaschinenoptimierung war es, Textinhalt auf der jeweiligen Unterseite einfach zu verstecken. Dies konnte zum Beispiel dadurch geschehen, dass man dem Text die gleiche Farbe wie dem Hintergrund der Seite gab. Somit waren die Texte für Besucher nicht mehr zu lesen, für die Roboter der Suchmaschinen dagegen schon. Welchen Sinn hat das Ganze? Nun, es handelt sich dabei in der Regel nicht um sinnvollen Textinhalt, sondern lediglich um eine Ansammlung von hunderten oder gar tausenden Keywords. Damit der Besucher durch solche Sinnlostexte nicht verwirrt wird, wurden sie vom Webmaster in der Regel versteckt. Für die Suchmaschinen ist es jedoch leicht, solche versteckten Inhalte zu erkennen, weshalb kaum noch ein Webmaster heute damit experimentiert.
Doorway Pages
Bei den Doorway Pages handelt es sich um spezielle Internetseiten, die der eigentlichen Unterseite vorgeschaltet werden und die meist eine große Menge sinnlosen Textinhalts, gespickt mit vielen Keywords, enthalten. Damit der Besucher von solchen Seiten nichts mitbekommt, richtet der Webmaster eine Weiterleitung ein, die den Besucher direkt zur jeweiligen Unterseite der Internetpräsenz weiterschickt. Er bekommt also die Doorway Pages in der Regel gar nicht zu sehen, sie sind ausschließlich für die Suchmaschinen bestimmt. Dabei gilt heute jedoch nahezu das Gleiche wie bei den versteckten Textinhalten: Durch den Fortschritt der Technik in den letzten Jahren ist es für die Suchmaschinen sehr einfach geworden, solche Methoden zu entdecken. Es ist also nicht mehr anzuraten, heute noch Doorway Pages zu verwenden.
Cloaking
Eine recht raffinierte Technik, um Suchmaschinen einen anderen Webseiteninhalt vorzugaukeln, als er tatsächlich gegeben ist, ist das so genannte Cloaking. Es wird heute noch - insbesondere im Ausland - teilweise angewendet, kann aber mittlerweile auch relativ leicht durch die Suchmaschine aufgedeckt werden. Wie funktioniert das Cloaking? Der Webmaster verwendet dazu ein kleines Softwareprogramm, welches ermittelt, ob es sich bei dem jeweiligen Aufrufer der Webseite um einen normalen Nutzer oder um den Roboter einer Suchmaschine handelt. Greift Letzterer auf die Seite zu, wird diesem eine völlig andere Webseite vorgehalten, als dem normalen, menschlichen Besucher. Allerdings geben sich heute die Roboter der Suchmaschinen nicht mehr so leicht als solche zu erkennen, was den Einsatz der Cloaking-Technik für Webmaster beziehungsweise Suchmaschinenoptimierer sehr gefährlich macht.
Black Hat Methoden zum Generieren von Backlinks
Nicht nur für die Optimierung der Internetseiten selbst werden immer wieder verbotene Techniken angewandt, auch für das Generieren von Links auf die eigene Webseite setzen Suchmaschinenoptimierer oftmals unethische beziehungsweise unsaubere Methoden ein. Sehr beliebt ist dabei beispielsweise das massenhafte Hinterlassen von Links in Foren. Dafür gibt es - insbesondere in den USA - spezielle Softwareprogramme, die es dem Benutzer ermöglichen, seinen Link in tausenden Internetforen automatisch zu veröffentlichen. Fast genauso verhält es sich mit Spamlinks in Gästebüchern sowie in Kommentaren von Weblogs. Auch hierfür gibt es bereits Softwareprogramme, die solche Links automatisiert in großer Anzahl hinterlassen. Die Betreiber der betreffende Internetseiten sehen das natürlich überhaupt nicht gerne.
Gleiches gilt übrigens auch für den so genannten Statistik-Spam. Dabei sucht sich der Suchmaschineoptimierer zunächst Internetseiten heraus, die über öffentlich zugängliche Zugriffsstatistiken verfügen. Anschließend wird eine spezielle Software verwendet, die eine große Anzahl an Seitenaufrufen für die betreffenden Internetseiten automatisch erzeugt. Die Statistiksoftware der betreffenden Internetseite findet nun in ihren Logfiles die vielfachen Aufrufe der Webseite des Optimierers und wird sie daher in die Statistik aufnehmen. Da dies mittels eines gesetzten Links geschieht, lässt sich damit ein wichtiger Backlink generieren.